Der Duft der Piada

„Das Brot oder vielmehr das Nationalgericht der Romagnoli“ - (G. Pascoli)

 

Die Piada ist ein bescheidenes Brot. Es galt schon immer als das Essen der Arbeiter und Bauern, weil es an Ort und Stelle hergestellt wird, es wird nichts für den Ofen ausgegeben, es wird mit ein paar Hölzern auf einer Form aus Ton gebacken. Heute feiern die Familien in der Romagna die Piada wie einst das Weißbrot. Man versucht, den Teig mit Milch, Öl oder Schmalz anzureichern, während er früher nur aus nicht zu stark gesiebtem Mehl, Wasser und Salz hergestellt wurde.

Ihre Zubereitung bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Mischen Sie einfach das Mehl mit Salz und so viel Wasser wie nötig, um einen einigermaßen gleichmäßigen Teig zu erhalten.

Die Piada ist gut, sie duftet noch nach Brot, auch ohne Belag. In der Romagna, war dies früher in Zeiten des Elends und der Hungersnot die einzige Möglichkeit, Piada zu essen, und es war schon viel, sie zweimal am Tag essen zu können.

Normalerweise wurde sie zusammen mit Feldkräutern oder Käse gegessen.

 

Apropos Käse: Die Tradition verlangt nach Squacquerone-Käse, der auf die eine Hälfte der frisch gebackenen Piada gestrichen und dann sofort über die andere Hälfte geklappt wird, so dass sich der Käse in der Mitte der Piada Fäden zu ziehen beginnt.

Die angenehme Wärme der Piada wird von der frischen Flüssigkeit des Squacquerone-Käses begleitet. Das Ganze verschmäht keineswegs ein gutes Glas Sangiovese.

Jede Ortschaft hat „seine Piada“. Von Ravenna bis Rimini, über Forlì und Cesena, variiert die Piadina in Größe, Zubereitung und Dicke. Das Backen kann durchaus zu einem Diskussionsthema unter echten Experten werden.

Wo auch immer Sie sie essen werden, sie wird Ihren Gaumen erobern. Sie ist eine unserer gastronomischen Exzellenzen und repräsentiert uns. Seit 2014 ist die Piadina Romagnola durch die g.g.A. geschützt.  Ob in kleinem oder großem Maßstab, ob industriell oder handwerklich, sie darf nur innerhalb der Grenzen der Romagna hergestellt werden.

 

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