Fünf Orte, zwei Tage und eine Landschaft, die sich ständig verändert.

Vom Flusslauf des Marecchia zu den Hügeln des Valconca, vorbei an einem hochgelegenen Dorf, einer Gipsgrotte und den Wehrgängen einer Burg. Eine Autoroute durch das Hinterland von Rimini, ideal für den Herbst, wenn sich das Licht verändert und die Hügel neue Farben und Perspektiven offenbaren. 

Dauer: 2 Tage
Streckenlänge: ca. 125 km
Fortbewegung: mit dem Auto, mit kurzen Spaziergängen
Empfohlene Jahreszeit: Herbst und Frühling

Erster Halt Villa Verucchio. Der Marecchia von unten

Parkplatz: Parco Marecchia, Via Casetti 2229
Dauer: ca. 45–60 Minuten

Die Tour beginnt am Fluss Marecchia. Vom Parco Marecchia in Villa Verucchio gelangst du auf den Rad- und Fußweg und wanderst ein kurzes Stück entlang der Aue, zwischen Ufervegetation, Feldern und Flusskies.

Das ist der erste Perspektivwechsel auf der Route: Man betrachtet das Valmarecchia von unten und folgt dabei dem Flusslauf.

Zweiter Halt Torriana. Das Valmarecchia von oben gesehen

Parken: Parkplatz unterhalb der Stadtmauern von Scorticata,
Dauer: ca. 30–45 Minuten

Von Villa Verucchio geht es bergauf Richtung Torriana bis zum Dorf Scorticata auf dem Gipfel des Monte di Scorticata.

Nachdem du das Auto am Fuße der Stadtmauer abgestellt hast, erreichst du zu Fuß das Dorf und den Aussichtspunkt. Hier ändert sich die Perspektive: Das Valmarecchia-Tal breitet sich vor deinen Augen aus, zwischen Bergrücken, Feldern und Hügeln des Hinterlands. An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Küste und zur Adria.

Dritter Halt Montefiore Conca – Zwischen Dorf und Hügeln

Fahre weiter in Richtung Valconca und erreiche Montefiore Conca, das von der Rocca Malatestiana überragt wird.

Bei einem kurzen Spaziergang kannst du das Dorf erkunden und die Aussichtspunkte über dem Tal erreichen, inmitten von Feldern, Olivenhainen und Wäldern. Von dieser erhöhten Lage aus verändert sich die Landschaft erneut: Die Hügel werden sanfter und die Küste taucht im Hintergrund auf.

Kleines Extra: Entlang der Strecke gibt es auch eine „Big Bench“, ideal für eine kurze Pause.

Vierter Halt Die Landschaft unter der Erde

In Onferno, im Gebiet von Gemmano, nimmt die Reise eine ganz neue Dimension an.

Man steigt hinab in die Grotten von Onferno, ein in Gipsgestein gegrabener Karstkomplex, den man mit einem Führer besichtigen kann.

Das Licht, die Temperatur und die unterirdischen Räume verwandeln die Landschaft im Vergleich zu den vorherigen Etappen völlig. Hier gibt es keine Ausblicke zu genießen: Die Landschaft durchquert man von innen heraus.

Fünfter Halt Montegridolfo – Das Meer vom Landesinneren aus gesehen

Die letzte Etappe führt nach Montegridolfo, in die Hügel an der Grenze zu den Marken.

Sobald du das Burgtor durchschritten hast, kannst du die Wehrgänge entlang der Südmauer erkunden. Nach dem Fluss, den Hügeln und dem Untergrund endet die Reise mit einer neuen Perspektive: der Küstenebene und dem Meer, betrachtet vom Hinterland aus.

Ratschläge von einem echten Profi

  • Buche deinen Besuch in den Höhlen von Onferno. Die Besichtigung des unterirdischen Komplexes findet im Rahmen einer Führung statt: Bevor du losfährst, solltest du daher unbedingt die Tage, Uhrzeiten und Buchungsmodalitäten prüfen.
  • Zieh dich im Zwiebel-Look an. Für Spaziergänge im Freien reicht herbsttaugliche Kleidung aus, während du für die Höhlen am besten ein Sweatshirt oder eine leichte Jacke sowie Schuhe mit rutschfester Sohle dabei hast.
  • Nimm dir Zeit. Die Route ist kein Wettrennen über fünf Etappen: Ihre Stärke liegt gerade darin, dass man anhalten, ein Stückchen laufen, die Landschaft betrachten und dann weitergehen kann.